Schule der Kampfkünste | Kampfkunst | Philosophie
Das Missing Link steht für all Jene, die Suchende sind, Suchende auf dem Weg der Kampfkünste.
Denn um eine Kunst perfektionieren zu können, muss man verstehen, dass sie einen durchdringen muss. Mann muss sich und seinen Fertigkeiten vertrauen und sich die Möglichkeit geben, alle erlernten Techniken als Weg zu verstehen, an dessen Ende es keine Techniken, keine Stile und keine Einschränkungen gibt. Nur so kann der Kampfkünstler loslassen und etwas Neues und Eigenes schaffen, etwas das Größer ist als die Summe seiner Teile. Nur so ist es möglich, über den Rand zu blicken und zu begreifen, dass es nicht die Techniken sind, welche einen Stil ausmachen und das jeder Stil der einem vorgelebt wird, nicht der Eigene ist.
Ohne zu erkennen, dass eine Kunst nicht aus vorgefertigten Bahnen besteht und ihren eigenen, ganz persönlichen Raum der Entfaltung benötigt, ist die Kampfkunst nichts weiter als ein eingeübtes Muster, fernab von jeglicher Tiefe und Eigenständigkeit.
Wenn man nicht begreift, dass ein Stil nur eine Art der Betrachtungsweise ist, der jeder Individualität entbehrt, wenn man ihn nachahmt, nimmt man sich selbst die Möglichkeit zur Meisterschaft.
Techniken sind Techniken und werden ewig Techniken bleiben, bis man das große Ganze dahinter erspähen kann!
Das Missing Link versteht sich als ein übergeordnetes Bewegungskonzept.
Es soll dem Übenden den Weg weisen zu seinem eigenen stillosen Stil zu gelangen, zu seinem eigenen Missing Link. Alle Techniken müssen einem System folgen, welches in sich geschlossen ist, wie der Kreislauf der Natur. Nur wenn sich nichts widerspricht und hindert und jede Technik die andere fließend ergänzt, nur dann ist es möglich, von einem System zu sprechen. Und nur dann kann man dieses Wissen für sich nutzbar machen und alle Techniken durch seine eigene Art zu kämpfen mit Leben füllen!
„Lerne die Techniken, aber verstehe die Bewegung dahinter, denn sie ist es die die Techniken trägt.“
„Sorge dich nicht um Gewinnen oder Verlieren. Die Sorge um den Ausgang des Kampfes lenkt dich vom Kampf selbst ab.“
(Bruce Lee)
„Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche“
(Gustav Mahler)
„Wenn wirkliche Gefühle auftreten, so wie Wut und Angst, kann sich der Stilist (Ausübender eines bestimmten Stils) dann ausdrücken mit seiner klassischen Form des Kampfes oder ist er vielmehr gefangen in seinen eigenen Schreien? Ist er ein lebendiges, empfindendes Wesen oder bloß ein in starren Mustern handelnder Roboter? Ist er eine Einheit, die fähig ist mit den äußeren Umständen zu fließen oder leistet er mit seinem vorgefertigten Schema Widerstand? Formt sein festgefahrenes Muster einen Schirm zwischen sich und seinem Gegner oder kann er frei mit diesem interagieren?
Stilisten klammern sich zu sehr an Formen und Theorien und verwickeln sich so immer mehr, bis sie die wahre Natur des Kampfes irgendwann nicht mehr erkennen.“
(Bruce Lee)
„Der Kampf ist in erster Linie ein Kampf mit den eigenen Schwächen und Ängsten. Sie sind es, die einen lähmen und darin hindern, frei zu fließen. Erst wenn man begreift, dass die Kampfkunst ein Kampf mit den eigenen Dämonen ist, wird man einer Auseinandersetzung mit Gelassenheit und Nüchternheit entgegentreten können. Wenn im Innersten Frieden und Ruhe herrscht, steht die Zeit still und die Bewegungen können ungehindert fließen, fernab von jeder Kontrolle und Berechnung.“
(Anonym)
"Jedes Mal, wenn ein Krieger sein Schwert zieht, benutzt er es auch.
Es kann dazu dienen, einen Weg zu bahnen, jemandem zu helfen oder eine Gefahr zu bannen.
Doch ein Schwert ist eigensinnig, und es duldet nicht, dass seine Klinge grundlos gezückt wird.
Daher droht ein Krieger niemals.
Er kann angreifen, sich verteidigen oder fliehen, all das gehört zum Kampf. Nicht zum Kampf gehört es, die Kraft eines Hiebes zu vergeuden, indem man darüber spricht.
Ein Krieger achtet stets auf die Bewegungen seines Schwertes. Aber er darf nicht vergessen, dass das Schwert auch auf seine Bewegungen achtet.
Das Schwert wurde nicht gemacht, damit es den Mund ersetzt."
(Paolo Coelho)

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